Durchpusten lassen

haben wir uns heute, so nenne ich gerne Spaziergänge an der Ostsee.
Gut es hätte gerne windiger sein dürfen, aber man kann ja nicht alles haben und schön war es auch so.
Fast zwei Stunden waren wir bei zum Teil Nieselregen und diesiger Sicht unterwegs, die andere Seite konnte man heute nur Schemenhaft sehen. Immer wieder erstaunlich wie viele Menschen bei schlechtem Wetter an der Ostsee unterwegs sind. Heute waren wir aber nicht an unseren Badestränden unterwegs sondern am Steinstrand in Bülk, schwimmen darf man da gar nicht aber bei richtig starkem Wind sind viele Surfer vor Ort.
Bilder habe ich natürlich auch gemacht, hier sind zwei, drei, vier.

Ärgerlich

Eine meiner Scheinquitten steht jetzt schon in voller Blüte und die Narzissen sind auch schon viel zu weit.
Eigentlich sollte das ja das erste Futter für Insekten im Frühjahr werden aber durch den milden Winter, wir hatten bis jetzt zweimal Frost, sind die Pflanzen gut zwei Monate zu Früh.
Unter unserem Dach brüten seit vielen Jahren Finken und die sind auch schon am Nestbau, hoffentlich warten die noch mit den Eiern denn der Winter kann ja noch kommen.

Grünkern Bratlinge

Zutaten:
200 – 250 ml Gemüsebrühe
200 Gramm Grünkern
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Eier
1 – 2 fein geraspelte Karotten
etwas Öl zum braten
Pfeffer aus der Mühle
eventuell noch etwas salzen

Grünkern mit Gemüsebrühe zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme/Hitze 25 Minuten köcheln lassen, dabei öfter mal umrühren, zur Weiterverarbeitung den Grünkern erkalten lassen.
Falls die Brühe nicht ganz aufgenommen wurde den Grünkern durch ein feines Sieb abgießen.
Die Zwiebel und den Knoblauch klein hacken und die Karotten fein raspeln.
Den kalten Grünkern in eine Schüssel geben, etwas Pfeffer, die beiden Eier, Zwiebeln/ Knoblauch und die Karotten dazugeben und alles gut verrühren.
Etwas Öl in der Pfanne heiß werden lassen, den Grünkern mit einem Esslöffel portionsweise in das heiße Öl geben und 4 bis 5 Minuten bei mittlerer Hitze auf einer Seite braten.
Danach am besten mit zwei Pfannen Wendern vorsichtig wenden und auf der anderen Seite auch 4 bis 5 Minuten braten.

Grünkern gibt es geschrotet und in ganzen Körnern, in diesem Fall sind es ganze Körner. Um Grünkern zu verarbeiten gibt es verschiedene Möglichkeiten z.B. über Nacht zum aufquellen in Wasser einweichen oder wie in diesem Rezept 25 Minuten in Brühe kochen.

Dazu passt Salat.

Apfelmus

2 Kg Äpfel
Eine halbe Zitrone
4 Esslöffel Zucker

Äpfel schälen, entkernen und reiben, nach und nach die Zitrone und den Zucker dazu, danach roh in sterilisierte Gläser füllen, verschließen und 40 Minuten im großen Topf einkochen.
Selbstgemachtes Apfelmus hat den Vorteil das man mit dem Geschmack spielen kann, z.B. Zimtstange oder Zimt dazu, eine Nelke oder etwas Honig.

Natürliche Konservierungsstoffe: Zucker und Zitrone

Obst/ Gemüse waschen

Oft befindet sich auf Äpfeln eine unschöne Wachsschicht, die auch beim abspülen unter fließend Wasser nicht gut abgeht, kein gutes Gefühl.
Dann kommt auch noch dazu das heute viel Obst/Gemüse gespritzt ist.
Um Obst und Gemüse richtig sauber zu bekommen kann man es in Natron/ Essigwasser abwaschen.

Dazu kann man Wasser in eine Schüssel geben dem ein Esslöffel Natron ( Kaiser- Natron ) und ein paar Spritzer Essig zugefügt wird, danach Obst/Gemüse wie gewohnt waschen und gut abtropfen lassen.
Weniger Wasser verbraucht man auch noch 🙂

Feta mit Tomaten und Oliven

Zutaten für 2 Personen:
2 Blöcke Feta
1 mittelgroße Zwiebel
Olivenöl
1 – 2 Tomaten
 20 – 30 schwarze Oliven in Scheiben geschnitten
Thymian frisch oder getrocknet
Pfeffer aus der Mühle
Salat nach Wahl, eventuell Brot
Backofen 250 Grad vorheizen
Auflaufform mit Olivenöl einfetten

Die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden und einen Teil in die gefettete Auflaufform geben.
Feta aufstellen und einmal in der Mitte teilen, also 2 Scheiben aus einem Stück machen, aus zwei Stücken Feta werden also 4 Scheiben.
Zwei Scheiben Feta nebeneinander in die Auflaufform legen, mit Thymian und Pfeffer bestreuen.
Die Tomaten in dünne Scheiben schneiden und je 2-3 Scheiben auf eine Scheibe Feta legen und ein paar Zwiebeln darauf verteilen.
Jetzt werden die 2 letzten Scheiben Feta auf die Tomaten gelegt, mit Thymian und Pfeffer bestreut und anschließend kommen ein paar Tropfen Olivenöl über den Feta.
Tomaten, Oliven und Zwiebeln die übrig sind kann man in der Auflaufform verteilen.
20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen, der Feta sollte an den Rändern leicht braun sein.
Dazu passt Salat und Brot.

Suppenwürze

Zutaten:
Lauch
Karotten
Sellerie
Pastinake
Petersilienwurzel
Liebstöckel
Petersilie
etwa 200 Gramm Salz auf 1 Kg Gemüse

Suppenwürze für Eintöpfe oder zum würzen von Soßen und Salatdressings kann man ganz einfach selber machen.
Ich mache meine Suppenwürze im Herbst oder Winter weil das die Zeit für Pastinaken und Petersilienwurzel ist, Liebstöckel kaufe ich im Sommer und friere es dann ein, alle anderen Zutaten bekommt man das ganze Jahr über.
Alle Zutaten raspeln oder durch den Fleischwolf, den Lauch klein hacken, dann das Salz dazu und alles gut vermengen.
Jetzt noch in die sterilisierten Gläser füllen und gut verschließen.
Das Salz konserviert das Gemüse, kühl und trocken gelagert ist die Suppenwürze gut ein Jahr haltbar.

Natürliches Konservierungsmittel: Salz

Gläser beschriften

Jeder der selber einkocht kennt sicher das Problem mit den Etiketten.
Die Schätze sind fix und fertig in Gläsern und jetzt fehlt nur noch das Etikett mit den Informationen wann eingekocht wurde oder bei z.B. Marmeladen welche Sorte drin ist.
Früher habe ich die Etiketten gekauft und mich dann geärgert weil sie entweder nicht richtig klebten oder nur schwer wieder runter zu bekommen waren.
Dann hatte ich irgendwann das Problem keine zu haben als ich sie brauchte, da kam mir dann die Idee ein Stück Wolle und einen kleinen Zettel mit Loch am Glas zu befestigen.
Das klappte so gut das ich dabei geblieben bin 🙂

Rotkohl

Zutaten:
2 Köpfe Rotkohl etwa 4 Kg für 12 Gläser

Für den Sud pro Kg Rotkohl:
2 Teelöffel Salz, 2 Teelöffel Zucker, 2 Esslöffel Essig, 2 Lorbeerblätter,  3 – 4 Pfefferkörner.
Zusätzlich kann man auch noch 1 – 2 Nelken und 5 Wacholderbeeren zugeben, würde ich aber erstmal nur in einem Glas ausprobieren weil Nelken und Wacholderbeeren sehr intensiv im Geschmack sind.

Den Kohl fein hobeln oder schneiden und in einer großen Schüssel/Topf über Nacht mit dem Salz/Zucker/Essig durchziehen lassen.

Nach dem durchziehen den Rotkohl durch ein Sieb schütten und dabei die Flüssigkeit auffangen. Den Kohl in die vorbereiteten und sterilisierten Gläser füllen.
Die Flüssigkeit mit den restlichen Gewürzen auf die Gläser verteilen, Gläser verschließen und bei 100 Grad 90 Minuten einkochen.

Wenn die Gläser kalt sind kann man die Klammern lösen und auch gleich noch kontrollieren ob die Deckel richtig fest sitzen, dann noch ein Etikett und ab in den Vorratsschrank 🙂

Natürliche Konservierungsmittel: Salz, Essig, Zucker


Gläser sterilisieren

Keimfreie Gläser, Gummis und Deckel sind sehr wichtig beim einkochen, nur so ist es sicher das die eingekochten Leckereien auch wirklich lange haltbar sind.

Ich koche Gläser, Gummis und Deckel immer auf dem Herd 10 Minuten in kochendem Wasser aus. Danach vorsichtig mit einer Grillzange rausnehmen und auf einem Geschirrtuch abtropfen lassen, von da an fasse ich die Gläser/Deckel nur noch von außen an und für die Gummis benutze ich Einweghandschuhe.

Im Backofen kann man auch sterilisieren. Gläser zuerst mit kochendem Wasser ausspülen, danach in den auf 130° vorgeheizten Ofen stellen und 15 Minuten im Ofen lassen. Danach nicht mehr innen anfassen, die Deckel/Gummis kommen aber nicht in den Ofen sondern werden im Topf sterilisiert.

Beim anschließenden befüllen der Gläser empfiehlt sich ein Einfülltrichter.
Nach dem befüllen wische ich, vor dem verschließen, die Ränder der Gläser immer noch mal mit einem in Essigessenz getränktem Tuch ab.